“Weit ist ihr Horizont, das spürt man in jeder Note. Marina Schlagintweit interessiert sich für Vieles und sie schafft es, ihre Neugier und ihre Entdeckungslust in Töne zu gießen. Ihre
Kompositionen für das „Marina Schlagintweit Large Ensemble“ zeichnen sich durch diesen weiten Horizont aus. Ungewöhnliches, etwa eine besondere Besetzung, handwerkliches Können
und klangliche Fantasie bringt diese Preisträgerin mit Lustvoll-Witzigem zusammen. Sounds dienen bei ihr nie dem schnellen Effekt, Electronics behandelt sie wie ein echtes Instrument, nie als
Geräuschkulissen-Erzeuger. Es gibt viel zu entdecken in der Musik von Marina Schlagintweit!” (Jutta-Hipp-Preis, PM Jazzverband Sachsen, neue Musikzeitung)
Die gebürtige Münchnerin wuchs in einer musikalischen Familie auf, und begann früh damit, am Klavier zu improvisieren und Stücke zu komponieren.
Als Preisträgerin des Bundesjugendwettbewerbs für
Komposition wurde sie mit 16 in die Szene katapultiert, und fing mit 17 an, im Jungstudium Komposition an der Hochschule für Musik und Theater München zu studieren. Nach dem Abitur wechselte sie
an die Hochschule für Musik Detmold, um dort ihr Studium mit einer Vertiefung in experimenteller elektronischer Musik abzuschließen.
Während eines durch das Kultusministerium NRW vergebenen Stipendiums für einen einjährigen „Artist in Residence“ Aufenthalt in Paris in der Cité des Arts entdeckte sie ihre Leidenschaft für den
Jazz. So begann sie an der HMTM in München ihr Studium in Jazzklavier bei Prof. Tizian Jost, und Master Jazzkomposition bei Prof. Christian Elsässer und Prof. Gregor Hübner.
2022 erhielt sie den Jazz-Förderpreis der Konzertgesellschaft München.
2024 erhält sie den BMW Young Artist Jazz Award. 2025 erhält das Marina Schlagintweit Large Ensemble den Jutta-Hipp-Preis
des Jazzverband Sachsens. 2026 wird die Tour des Ensembles durch den Musikfonds gefördert.
Marina Schlagintweit ist neben ihrem Hauptprojekt als Pianistin in unterschiedlichsten Ensembles aktiv, etwa in Simon Lucaciu's "Capacity of Movement," im Duo "SchlagRechtWeit", sowie im Charles
Mingus Ensemble, das seit 2021 mit der Suite „The Black Saint and the Sinner Lady“ international konzertiert.
Sie setzt sich für die junge Jazzszene ein und rief 2021 das "Jazzlabor-Festival" in München ins Leben, das seid dem jährlich stattfindet.
Besondere Konzerte:
2026 Live-Recording Konzert in Kooperation mit dem Bayerischen Rundfunk, Schwere Reiter München
2025 Jutta-Hipp-Preis Preisträgerkonzert, Plauen
2024 Leipziger Jazztage
2024 BMW-Welt Preisträgerkonzert
2024 Progressive Chamber Music Festival München
2024 Munich Composers Collective Live Recording, Jazz Club Unterfahrt
2023 Abschusskonzert Master Jazz Komposition, Reaktorhalle München
2022 Summer Week Jazzclub Unterfahrt, fünf Tage in Folge als artist in residence
2022 Wordfees Festival Stellenbosh, Kapstadt, Südafrika
2021 Philharmonie München, Jazz in Concert
2021 Jazz City Revival Festival, Fat Cat Jazz Club Ulan Ulaanbaatar, Mongolei
2018 Darmstädter Ferienkurse für neue Musik, Uraufführung
2013 Liederhalle Stuttgart, Orchester der Studienstiftung d. deutschen Volkes, Uraufführung